Samstag, 14. November 2015

#prayforparis

Freitagabend. Wir sind auf dem Weg in eine Disko, als wir es hören. Wollen feiern gehen. Das Radio ist laut gedreht, die Stimmung gut, doch das ändert sich schlagartig. Explosion. Schießereien. 18 Tote. Die Nachrichten aus Paris treffen uns wie ein Schlag. Ich drehe das Radio noch lauter. Es ist ein Versuch, besser zu verstehen, der kläglich scheitert, doch nicht die Lautstärke ist mein Problem.

Inzwischen spricht man von mindestens  120 Toten und 200 Verletzten und Schwerverletzten. Das sind Menschen, die den Freitagabend nutzen wollten, um ihr Leben zu feiern. Bars, Restaurants und das Bataclan, das sind Orte an denen man das Leben genießen sollte, sie zeugten von Unbeschwertheit und Lebenslust. Bis jetzt.

Ich bin fassungslos. Es ist so unverständlich, so grausam. Eine französische Freundin postet, dass man nirgendwo mehr sicher ist. Sie hat Recht, denke ich. Ein andere Franzose schreibt: “Unser Entsetzenschrei wird sich zu einem Sturm entwickeln“, doch im Moment fühlt es sich wie eine Lähmung an.

Es ist komisch jetzt hier zu sein. Ich weiß nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll und habe ein bisschen Angst, am Montag den Residents gegenüber zutreten. Ich weiß nicht, ob ihnen von den Anschlägen berichtet wird, aber sie sind teilweise sehr sensibel. Sie werden die Bedrückung spüren, einige werden merken, dass etwas nicht stimmt.

Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer, bei den verängstigten Menschen, bei denen, die jetzt ganz viel Kraft brauchen.

Paris ist laut. Viele Menschen, viel Bewegung. Doch jetzt hält die Stadt den Atem an und mit ihr die ganze Welt.

Man sagt, dass Paris das Herz Frankreichs ist — Sie haben uns direkt in unser Herz getroffen.

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